Jung & Schön
ZDF 26.07.2020 / 02:30 Uhr
  • Rolle Schauspieler*in Agentur

  • Regie: François Ozon

  • Kamera: Busso von Müller

  • Jahr: 2013

Nachdem sie ihre Jungfräulichkeit im Urlaub verloren hat, prostituiert sich die 17-jährige Schülerin Isabelle in Paris. Die Situation verkompliziert sich, als einer ihrer Freier stirbt.

In vier Kapiteln beschäftigt sich der französische Regisseur François Ozon mit dem sexuellen Erwachen einer jungen Frau, die dabei moralische Grenzen überschreitet. In der Hauptrolle überzeugt die Newcomerin Marine Vacth, die die Schülerin Isabelle verkörpert.

Bei einem Familienurlaub am Meer verliert die französische Schülerin Isabelle (Marine Vacth) ihre Unschuld an eine Ferienromanze. Obwohl sie dabei keinen wirklichen Spaß empfunden hat, ist sie von dem Akt an sich fasziniert. Kurz nach ihrer Rückkehr fängt sie in Paris an, mit älteren Männern für Geld Sex in Hotelzimmern zu haben. Sie muss jedoch darauf achten, dass ihre Eltern, bei denen sie noch wohnt, keinen Verdacht schöpfen.

Auch auf die große Menge an Geld, die Isabelle durch ihre Prostitution verdient, darf ihre Familie nicht aufmerksam werden. Besonders häufig trifft sich Isabelle mit Georges (Johan Leysen), einem freundlichen älteren Herren. Bei einem dieser Treffen erleidet Georges einen Herzinfarkt und stirbt. Völlig schockiert verlässt Isabelle das Hotel, doch die Polizei folgt ihren Spuren und kann sie ausfindig machen.

Als Isabelles Eltern auf diese Weise von ihrem Geheimnis erfahren, kommt es zur Konfrontation. Doch auch Isabelle weiß um das ein oder andere Geheimnis ihrer Eltern. Das Familienidyll droht zu zerbrechen. Wird Isabelle die Prostitution wirklich aufgeben, um ihre Familie zu schützen und ein "normales" Leben zu führen?

François Ozon gehört zu den fleißigsten Regisseuren Frankreichs und drehte seit dem Start seiner Karriere fast jedes Jahr einen Film. Mittlerweile ist er Dauergast bei den Filmfestspielen von Cannes. Auch "Jung & Schön" feierte 2013 an der Croisette Premiere. Dabei orientierte sich der auf Melodramen spezialisierte Filmemacher deutlich an Luis Buñuels Kultfilm "Belle de Jour" mit Catherine Deneuve.

Ob Newcomerin Marine Vacth in die Fußstapfen der Grande Dame des französischen Kinos treten kann, wird sich erst noch zeigen. Für ihre erste Kinohauptrolle erhielt sie aber schon einmal herausragende Kritiken.